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Grafik: Puzzelteile fügen sich zusammen
 

Produkt 3: „Rucksack KiTa“, ein Programm zur Sprachförderung und Elternbildung

Dieses Angebot dient der Elternbildung und Sprachförderung in Kindertageseinrichtungen und richtet sich gezielt an Eltern mit geringen deutschen Sprachkenntnissen und/oder bildungsferner Lebensumwelt. Der „Rucksack KiTa“ unterstützt die zweisprachige Erziehung und Sprachentwicklung von Migrantenkindern ab 4 Jahren.

Das vom Arbeitskreis „Interkulturelle Erziehung im Elementar- und Primarbereich“ (IKEEP) überarbeitete und ursprünglich in den Niederlanden entwickelte Programm enthält Materialien zur Sprach- und Entwicklungsförderung in der Familie und zur Zweitsprachenförderung in der Kindertageseinrichtung. Das Materialpaket für die Eltern gibt es auf Türkisch, Italienisch, Russisch, Arabisch und Serbisch (Kroatisch). Neben dem Elternmaterial und Übungsmaterial für die Arbeit mit den Kindern zu Hause gibt es ein Handbuch zur Einweisung in das Programm für die Elternbegleiterin und ein Handbuch für die Zweitsprachenförderung für die Erzieherin/den Erzieher.

Im Rucksack werden die Eltern und insbesondere die Mütter zu einer entwicklungsfördernden Spracharbeit mit dem Kind angeleitet und zwar in der Sprache, die sie am besten beherrschen. Parallel und abgestimmt dazu findet die Sprachförderung im Kindergarten in der Zweitsprache Deutsch statt. Das Konzept fördert die Kompetenzen und Ressourcen der Beteiligten. Es realisiert die Erziehungspartnerschaft der Eltern und der KiTa in der Spracherziehung der Kinder.

Das Angebot ist für 9 Monate konzipiert. Eine „Rucksackgruppe“ setzt sich idealerweise aus 7 bis 10 Müttern zusammen und wird durch eine Elternbegleiterin geführt, die entweder eine professionelle Kraft mit Zuwanderungshintergrund oder eine für diese Aufgabe zu schulende Mutter aus dem Stadtteil ist. Die Finanzierung der Elternbegleiterin und die Anleitung bzw. Qualifizierung für diese Aufgabe muss durch den Träger der Maßnahme gestellt werden.

Wichtig für einen nachhaltigen Erfolg ist die Orientierung auf festgeschriebene Standards. Die Maßnahme kann durch eine unabhängige Institution zertifiziert werden. Zwischen der Hauptstelle der RAA oder der örtlichen RAA und des Trägers einer Rucksackgruppe sollte zu Beginn ein Kontrakt zur Durchführung des Programms geschlossen werden.

Mit Stand 2007 existieren 223 Rucksack-Kita-Gruppen in 50 Kommunen in NRW. In ihnen werden ca. 2.250 Mütter über 9 Monate auf die spielerische Sprach- und Entwicklungsarbeit ihrer Kinder vorbereitet. Das Konzept hat sich in der Praxis hervorragend bewährt.

Für die Inanspruchnahme des Produktes entstehen, je nach Reisezeit, Kosten von 3.740 bis 5.280 € zuzüglich der Fahrtkosten. Möglich ist auch die Buchung einzelner Bausteine für die Qualifizierung zum Tagessatz von 450 € zuzüglich Reise- und Fahrtkosten.

 

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