Hauptstelle RAA NRW - Sie befinden sich gerade auf der Seite Startseite

Zum Inhalt. Zur Zusatzinformation.
Hauptstelle RAA NRW
 
Grafik: Puzzelteile fügen sich zusammen

Regionale Bildungsgemeinschaften

Gutachten zur interkulturellen Elternbeteiligung der RAA

Den „Regionalen Arbeitsstellen“ (RAA) war es seit ihrer Gründung Ende der 1970er Jahre ein wichtiges Anliegen, in ihren pädagogischen Anstrengungen und politischen Bemühungen die Eltern von Schul- und Kindergartenkindern als Partner an ihrer Seite zu wissen.
Zur Analyse und Einschätzung der RAA-Aktivitäten in diesem Bereich wurde von der Bundesarbeitsgemeinschaft RAA, der Hauptstelle RAA NRW und von Integration Central ein Gutachten bei Frau Prof. Dr. Ursula Neumann von der Universität Hamburg in Auftrag gegeben, dessen Ergebnisse nun vorgelegt wurden.

Das Thema „Elternbeteiligung“ hat in den 30 Jahren RAA-Geschichte nicht an Relevanz verloren. Aber es gibt im Unterschied zu damals viel mehr politische und pädagogische Aufmerksamkeit dafür: Im Zusammenhang mit dem Nationalen Integrationsplan, dem Integrationsprogramm des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge, sowie entsprechenden regionalen und städtischen Handlungskonzepten wird problematisiert, warum die so genannte „Elternarbeit“ so schwierig, aber gleichzeitig so wichtig ist, und welche guten Lösungen für das Verhältnis zwischen den Sozialisationsinstanzen Familie und KiTa / Schule gefunden wurden.

Gleichzeitig hat die Zahl der Konzepte, Praxishinweise und -berichte so stark zugenommen, dass kaum noch ein Überblick darüber möglich ist.

In dieser Situation kam es der Bundesarbeitsgemeinschaft der RAA darauf an, ihre konzeptionelle Orientierung und ihre eigene Praxis in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Niedersachsen (Osnabrück) und Baden-Württemberg (Mannheim und Weinheim) zu diskutieren und durch ein Gutachten von außen im Lichte der Forschungslage beurteilen zu lassen.

Diese Evaluation sollte sich auf die Dokumente beziehen, die öffentlich im Internet oder in gedruckter Form vorliegen. Des Weiteren regte die RAA bei ihren einzelnen Arbeitsstellen eine Befragung an, deren Ergebnis zur Verfügung gestellt wurde.

Da die begründete Vermutung bestand, dass im Bereich der Thematik „interkulturelle Zusammenarbeit mit Eltern“ in anderen Einwanderungsländern Erfahrungen und Modelle vorliegen, von denen die hiesigen pädagogischen Institutionen lernen könnten, war ein wesentlicher Teil unserer gutachterlichen Tätigkeit auf diesen Aspekt gerichtet.

Im Ergebnis wird immer deutlicher, dass Eltern mit Migrationshintergrund und Eltern ohne Migrationshintergrund im Hinblick auf eine fruchtbare Zusammenarbeit mit Schulen und Kindergärten so unterschiedlich nicht sind: Eltern mit Migrationshintergrund stehen zwar vor besonderen Herausforderungen, oft sind Eltern ohne Migrationshintergrund aber mit ähnlichen Barrieren konfrontiert – diese gilt es abzubauen.

Das durch Frau Prof. Dr. Ursula Neumann und Marika Schwaiger an der Universität Hamburg erstellte Gutachten „Regionale Bildungsgemeinschaften. Gutachten zur interkulturellen Elternbeteiligung der RAA“ finden Sie hier als Download:

Download des Gutachtens als PDF